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Kategorie: Organisierung

Streik bei Spargel Ritter in Bornheim (Bonn)

Seit einem Monat arbeiten über 250 rumänische Beschäftigte als Erntehelferinnen auf dem Spargelhof Ritter. Ohne Schutzausrüstung ernten sie hier jeden Tag pro Person circa 30 Kisten Erdbeeren einen Stundenlohn gibt es nicht. Theoretisch sollen etwa drei Euro pro Kiste gezahlt werden. Manchmal sind es noch weniger. Das bedeutet, dass die Arbeiterinnen teils weniger als ein Drittel des gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohns bekommen.

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Arbeit am Notstand: Ehrenamt, Nachbarschaftshilfe, Selbstorganisation

In der Debatte um die Veränderung von Arbeitsverhältnissen in der Pandemie hinterfragt Wolfgang Völker die Gleichsetzung von Freiwilligenarbeit, Nachbarschaftshilfe und Selbstorganisation. Mit Hinweis auf Untersuchungen zur Welcome-Bewegung nach 2015 sowie zum Ehrenamt in der sozialen Arbeit kritisiert er klassengeprägte Ausgrenzung und staatliche Instrumentalisierung. In Bezug auf den Kampf um alltägliche soziale Ansprüche tritt er für die Aufrechterhaltung von Forderungen nach „universellen zivilen, politischen und sozialen Rechten“ ein. Der Text bezieht sich auf den in der Sozial.Geschichte Online veröffentlichten Aufsatz der Gruppe Blauer Montag zur Corona-Krise.

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Amazon, unter Druck – Ein Gespräch über kleine Erfolge gegen den Giga-Konzern

Vor gut zwei Wochen erzählte Andreas Gangl, Vertrauensmann bei Amazon Bad Hersfeld, in einem Gespräch mit Violetta Bock der SoZ von der Angst, die bei Amazon umgeht, und wie 1.500 Beschäftigte ohne nennenswerte Hygienemaßnahmen weiter Jeff Bezos reich machen sollen. In der Zwischenzeit gab es weitere Berichte in großen Zeitungen, die gemeinsame internationale Erklärung der Amazon-Beschäftigten hat sich verbreitet.

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Die Gunst der Stunde: Kroatische Regierung will Arbeitsgesetzbuch abschaffen

Andrea Milat* zur Notwendigkeit der Organisierung von Arbeiter*innen

Während die Beschneidung von Bürgerrechten im Zuge der Corona-Krise breiter diskutiert wird, finden die Einschränkungen in Arbeitsrechten und Mitbestimmung weniger Aufmerksamkeit. Ein Blick nach Kroatien zeigt, dass die Forderung nach öffentlichen Subventionen für die Privatwirtschaft Hand in Hand mit der nach der Abschaffung von Arbeitsrechten geht – in der Krise wird die Doppelmoral des (neo-)liberalen Staatsverständnisses überdeutlich.

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Sexarbeit als Care-Arbeit

Schon vor Corona galten für die Prostitution und die in diesem Bereich Tätigen viele Rechte nicht, die für andere Arbeitsverhältnisse gelten. Seit dem aktuellen Prostitutionsverbot fallen Sexarbeiter*nnen durch alle Raster sozialer Absicherung – auch wenn Sexarbeit durchaus als Care-Arbeit begreifbar ist, wie die Autor*innen von „Sexarbeit. Feministische Perspektiven“ zeigen. Das Netzwerk „Care-Revolution“ hat auf seiner Homepage ein Gespräch mit Herausgeber*innen und Autor*innen der kürzlich erschienenen Publikation veröffentlicht, das wir hier dokumentieren.

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