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Kategorie: Arbeitssicherheit

Betriebsarbeit in Zeiten der „Corona-Pandemie“ (II)

Seit Wochen sind die COVID-1 9-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen die vorherrschenden Themen. Andere Probleme scheint es nicht mehr zu geben. Für die Redaktion der Avanti²* Grund genug, mit KollegInnen aus Chemie-, Metall- und Speditionsunternehmen über die aktuelle betriebliche Situation zu reden. Fortsetzung des Beitrags aus der Avanti 69/Mai 2020.

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Corona, Kurzarbeit & Securitas

Corona macht auch vor der Flugsicherheit nicht halt. Auch dort gibt es Kurzarbeit. Das Problem: Die Branche gehört – trotz guter Tarifabschlüsse in den vergangenen Jahren – zum Niedriglohnsektor. Das gesetzliche Geld für die Kurzarbeit reicht oft nicht, damit Beschäftigte weiter ihre laufenden Kosten bestreiten können, z.B. Mieten, Leasing-Raten, Schulden.

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Wichtig ist die Aufstockung der unteren Lohngruppen! … und ich mache mir Gedanken über die Corona-Krise

Ich bin seit Wochen in Kurzarbeit und genieße das Leben und den Klimawandel. Ich habe jede Menge zu tun und schaffe endlich viele Arbeiten am und im Haus. Täglich gehe ich mit dem Kajak auf den Fluß und fahre Fahrrad, halte einen Klönsnack mit den Nachbarn und lese viel. Und das alles bei 95% meines Lohnes. Die erste Woche musste ich gemäß den Kurzarbeitsgeldregeln erst mal Überstunden entnehmen. In den Lohnbereichen der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie läßt sich damit ganz gut leben. Das Problem liegt eindeutig in den Bereichen, in denen der Lohn eh schon nicht zum Leben reicht.

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Wir haben keinen Tarifvertrag. Keine Aufstockung mehr zu Kurzarbeitergeld?

Der Abschwung der Automobilindustrie kündigte sich bereits seit Mitte 2019 an und ist die erwartbare Folge kapitalistischer Überproduktion. Seit Jahren wird weder in Technologieentwicklung noch in Personalentwicklung investiert, weshalb die Qualitätsprobleme wachsen. Durch die unmittelbaren Folgen der infolge der Corona-Pandemie einsetzenden Liefer- und Abnahmestopps brechen die Umsatzerlöse ein, das Betriebsergebnis ist rot.

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Zuerst chaotisch, jetzt enormes Konfliktpotenzial

Der Betrieb, in dem ich arbeite, ist eine Niederlassung einer mittelständischen Firma, die im Bereich der technischen Infrastruktur für Industriebetriebe, aber auch bspw.Krankenhäuser, arbeitet. Die Niederlassung ist eher klein, es arbeiten Leute in der Verwaltung, Vertrieb, Ingenieur, Techniker, Monteure und ich im Lager. Die meisten Kollegen wohnen im Umland, fast alle haben Kinder und es arbeiten in der Regel beide Eltern.

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Betriebsarbeit in Zeiten der „Corona-Pandemie“

Ein Gespräch mit Betriebsrätinnen und Betriebsräten – Seit Wochen sind die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen die vorherrschenden Themen. Andere Probleme scheint es nicht mehr zu geben. Für die Redaktion der Avanti²* Grund genug, mit KollegInnen aus Chemie-, Metall- und Speditionsunternehmen im Rhein-Neckar-Raum über die aktuelle betriebliche Situation zu reden. Wir danken der Redaktion für die Erlaubnis zur Übernahme des Beitrags!

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U-Bootbau in Kiel: „Kranke Arbeit“

Die Kieler Werft, einst HDW, heute German Naval Yards Holdings GmbH (GNYH) und ThyssenKrupp Marine Systems GmbH (TKMS), ist berüchtigt dafür, einerseits einen Schwerpunkt in der Rüstungsproduktion, andererseits selbst gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen zu haben. Wegen der Coronapandemie zog German Naval Yards Kiel die Reißleine und meldete zum 1. April 2020 Kurzarbeit an, da sich der notwendige Sicherheitsabstand im Schiffbau nicht umsetzen läßt.

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Im Risikobetrieb

Die Frage, inwieweit die Produktion aufgrund der Pandemie eingestellt werden muss, beschäftigt viele ArbeiterInnen rund um den Globus: Die italienische Basisgewerkschaft SICobas hat zum Streik für das Recht auf Nicht-Arbeit aufgerufen. Am 18. März sollen 90 Prozent der Belegschaften der von SICobas organisierten Warenlager dafür gestreikt haben. Im Mercedes-Werk Vitoria-Gasteiz im spanischen Baskenland hatten am 16. März 5.000 ArbeiterInnen mit einem Sitzstreik die Fabrik aus demselben Grund lahmgelegt.

Mittlerweile haben die großen Autokonzerne – VW, BMW, Mercedes-Benz, Opel, Porsche… – die Produktion gestoppt. Doch auch hierzulande war die Empörung über das Weiterlaufenlassen der Betriebe zuvor groß. Wir haben mit Florian Fischer aus dem Rastatter Mercedes-Benz gesprochen, weil die Atmosphäre dort besonders angespannt war. Für Empörung sorgte der Umstand, dass Angestellte in Homeoffice geschickt wurden, während ProduktionsarbeiterInnen weiterhin im Betrieb erscheinen mussten, aber auch die Unternehmensentscheidung, die rund 900 pendelnden MitarbeiterInnen aus dem als Gefährdungsgebiet aus­gewiesenen Elsass weiter zur Arbeit zu beordern. Das Gespräch gibt den Informationsstand vom 18. März 2020 wieder.

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