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corona@work Posts

Corona, die Maske und die Demokratie

von Robert Schlosser

In den 1980er Jahren habe ich als Maschinenschlosser 6 Jahre lang in einem mittelständischen Unternehmen Vaccuumverpackungsmaschinen gebaut. Eine Mund-Nase-Schutzmaske war mein ständiger Begleiter … immer wieder beim Schleifen von Schweißnähten der Edelstahlwannen, und 8 Stunden am Stück, wenn die Deckel der Doppelkammermaschinen aus Aluminiumguss bearbeitet werden mussten. Nur die „Intelligenzbestien“ unter meinen Kollegen trugen bei solchen Arbeiten nicht die Maske. Das taten sie aber nicht, weil ihnen die Demokratie und ihre persönliche Entscheidungsfreiheit am Herzen lag, sondern weil sie einfach meinten, der ganze Dreck könne ihnen sowieso nichts anhaben oder es sei einfach scheiß egal.

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Corona-Pandemie: Gesundheitsschutz, Arbeitsverhältnisse, Pflegearbeit

Viele der Regeln, die aktuell im „privaten“ Lebensbereich in Bezug auf Abstand und Hygiene in COVID-19-Zeiten selbstverständlich sind, gelten in der Arbeitswelt nicht. Oder besser: Sie werden faktisch selbst dort nicht beachtet, wo sie juridisch durchaus durchsetzbar wären. Wolfgang Hien diskutiert in dieser Vorveröffentlichung zu Heft 29 der Zeitschrift Sozial.Geschichte Online die strukturellen Ursachen dieser Beobachtung.

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Das faulste Virus aller Zeiten? Corona bei der Arbeit (Teil 1)

Man weiß inzwischen eine Menge darüber, wie und wo man sich mit Corona infizieren kann. Nur über einen großen Bereich des Lebens herrscht Schweigen, und Daten sind so gut wie keine zu finden: die Arbeitswelt. Wir haben uns deshalb umgehört; in der Reihe »Corona bei der Arbeit« dokumentieren die analyse und kritik kurze Berichte und Stimmen aus dem Arbeitsalltag unter Corona. Wenn ihr auch über eure Erfahrungen berichten wollt, schreibt an die Redaktion: redaktion@akweb.de

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systemrelevant #7: Der Chef bezahlt das Koks!

Olli hat aus seinem Gastgeber-Gen seinen Beruf gemacht und arbeitet seit 17 Jahren in der gehobenen Gastronomie als Restaurantfachmann. In systemrelevant #7 räumt er mit dem Mythos vom „Kunden König“ auf und erzählt, was er von Udo Lindenberg fürs Leben gelernt hat, warum es einen Unterschied macht, in der Gewerkschaft zu sein, wieso niemand auf des Image der Starköche reinfallen sollte und was die Ausbeutung in der Gastronomie mit Kokskonsum zu tun hat.

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COVID-19 bei DHL-Express: Arbeiten in der „kritischen Infrastruktur“ der Logistik

zur Verfügung gestellt von Solidarisch gegen Corona.

Ich arbeitete bis vor kurzem im DHL-Express-Hub am Flughafen Leipzig-Halle in Schkeuditz (im Folgenden: DHL). Mit fast 6.000 Beschäftigten handelt es sich um einen der größten privaten Arbeitgeber in der Region. Das Hub ist ein zentraler Umschlagpunkt für Sendungen, die per Express-Service verschickt werden. Ich arbeitete vor allem in der Abteilung Reload, d.h. in der Beladung der Container für die Flugzeuge. Hierbei sortiert man Sendungen in neue Container um, die zuvor aus ankommenden Container aus der ganzen Welt im Offload ausgeladen wurden – wo ich kurzzeitig auch eingesetzt wurde. Die neu beladenen Flugzeuge steuern dann wiederum Ziele in der ganzen Welt an. Ich fing im Herbst 2020 an, bei DHL zu arbeiten, was auch bedeutet, dass ich den Normal-Zustand im Hub nur aus Erzählungen kenne. Ich kündigte kurz vor dem Lockdown, der Mitte Dezember erst in Sachsen und dann bundesweit beschlossen wurde. Vor allem über diesen Zeitraum kann ich im Folgenden berichten.

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systemrelevant #6: „Unsere Chefs sind Millardäre!“

Hier gehts zur Petition von Farina: https://www.change.org/p/peter-altmai…

Farina arbeitet seit 12 Jahren im Einzelhandel und hat gelernt, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. In systemrelevant #6 erzählt sie, warum es keine Chancengleichheit gibt, aber sie trotzdem stolz auf ihren Job ist (Min. 1:11), warum die Arbeit im Einzelhandel krank macht (Min. 3:35), was Kunden so alles in den Regalen ablegen (Min. 5:29), wie sie durch einen wütenden Tweet plötzlich Millionen Menschen erreicht hat (Min. 9:57), was sie in ihrem Beruf verdient (Min. 18:06), wie sie ein Burnout durchgestanden hat (Min 21:19) und was das Problem mit den Gewerkschaften in Deutschland ist (29:27).

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Wegen Corona-Pandemie: Lohnkürzungen in Behindertenwerkstätten

Den folgenden Beitrag spiegeln wir mit freundlicher Erlaubnis von JOBInklusive.org: Immer öfter erreicht uns die Nachricht, dass in Werkstätten für behinderte Menschen der Lohn gekürzt wird. Als Grund dafür werden mangelnde Einnahmen während des Shutdowns der Corona-Pandemie heran geführt. Jana Buhl studiert Inklusive Pädagogik und Heilpädagogik in Ludwigsburg und arbeitet im Ambulant Betreuten Wohnen. Allein dort sind 14 Klient*innen von Lohnkürzungen betroffen. Sie hat für uns die Hintergründe aufgeschrieben und was das für die betroffenen Menschen bedeutet.

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Arbeitskämpfe in Europa: Neubeginn einer Bewegung oder letztes Aufbäumen?

Den folgenden Beitrag von Jörg Nowak entnehmen wir der Berliner Gazette. Wir danken Autor und Redaktion für die freundliche Überlassung!

Madrid, Paris, Brüssel: In zahlreichen europäischen Ländern kommt es seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie zu einer ungewöhnlich hohen Zahl an Arbeitskonflikten, darunter Streiks in Fabriken, Logistikunternehmen und Dienstleistungsbetrieben. Der Politikwissenschaftler Jörg Nowak erforscht in seinem Beitrag die aktuellen Arbeiter*innenkämpfe und zeichnet nach, was für erstaunliche – häufig jedoch kaum beachtete – Dinge seit März 2020 in Europa passiert sind. Ein Streifzug.

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